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| Robert natürlich 2006 verfilmt mit Janin Stenzel und Florens Schmidt (2003) |
In der Metro. JEANNE: Entschuldigen Sie bitte! ROBERT: Ja? JEANNE: Warum schauen Sie mich an? ROBERT: Ich? JEANNE: Ja, Sie. ROBERT: Ich schaue Sie nicht an. JEANNE: Aber natürlich schauen Sie mich an. ROBERT: Unsinn. JEANNE: Sie haben mich die ganze Zeit über angesehen. Seit Sie hier reingekommen sind. ROBERT: Ich habe Sie nicht angeschaut. JEANNE: Und warum hast Du mir dann zugezwinkert? ROBERT: Ich habe Ihnen nicht zugezwinkert. JEANNE: Nein? ROBERT: Nein. JEANNE: Ich war mir sicher. ROBERT: Nein. JEANNE: Und Du hast mir nicht zugezwinkert? ROBERT: Nein. JEANNE: Nicht mal aus Versehen? ROBERT: Nein, sicher nicht. JEANNE: Warum sicher nicht? ROBERT: Weil ich Sie nicht angesehen habe. Ich hätte keinen Grund dazu gehabt. JEANNE: Warum? ROBERT: Weil Sie mich die ganze Zeit über derart fixiert haben, daß ein einziger Blick... JEANNE: Ja? ROBERT: Ich will nicht, daß Sie mich falsch verstehen. JEANNE: Ja? ROBERT: Ich... Ich habe Sie nicht angeschaut, aber es war nicht zu übersehen, daß Sie... JEANNE: Ja? ROBERT: Daß Sie mich angestarrt haben. JEANNE: Ich habe Dich nicht angestarrt. Sicher nicht. ROBERT: Wie heißen Sie? JEANNE: Ich heiße Jeanne. ROBERT: Jeanne... Wollen Sie mich nicht fragen, wie ich heiße? JEANNE: Wie heißt Du? ROBERT: Ich heiße Robert. JEANNE: Natürlich. ROBERT: Wieso natürlich? JEANNE: Weil sie alle Robert heißen, die ich kennenlerne. ROBERT: Sie lernen nur Leute kennen, die Robert heißen? Keine anderen? JEANNE: Keine anderen. ROBERT: Und wenn Sie in der Arbeit sind? Keine anderen Leute außer Robert? JEANNE: Keine, außer Robert. ROBERT: Ich verstehe. Sie sind also Jeanne. JEANNE: Ja. ROBERT: Jeanne und wie? JEANNE: Jeanne und Robert. ROBERT: Natürlich. Im Schlafzimmer, etwas später. JEANNE: Ich habe Dich belogen. ROBERT: Wann? JEANNE: Als ich gesagt habe, daß Sie alle Robert heißen, die ich kennenlerne. ROBERT: Das war gelogen? JEANNE: Ja. ROBERT: Das habe ich mir gedacht. JEANNE: Schweigen. ROBERT: Und wie bist Du darauf gekommen? JEANNE: Worauf? ROBERT: Auf diese Geschichte. Mit Robert. JEANNE: Weil es immer so ist. Jedesmal. ROBERT: Du hast doch gelogen. JEANNE: Nein. Eigentlich nicht. Nein. ROBERT: Du hast gesagt, daß Du gelogen hast. Und ich habe Dir geglaubt. Ich glaube Dir. JEANNE: Ja. ROBERT: Es läßt Dich völlig kalt, daß ich Dir glaube? JEANNE: Ja. ROBERT: Gut. Ich gehe jetzt. JEANNE: Ja. ROBERT: Und Du hältst mich nicht zurück? JEANNE: Nein. ROBERT: Gut. Er steht auf und zieht sich an. JEANNE: Schweigen. ROBERT: Ich glaube nicht, daß wir uns wiedersehen. JEANNE: Ja. ROBERT: Wie Du willst. Es ist Deine Sache. Ich gehe jetzt. JEANNE: Ja. ROBERT: Er geht zur Zimmertür. JEANNE: Robert? ROBERT: Er bleibt stehen. Ja? JEANNE: Geh nicht. ROBERT: Er dreht sich um und sieht sie an. JEANNE: Sie sieht zurück. ROBERT: Er lehnt sich an die Tür, stützt den Kopf in die Arme und schüttelt ihn sanft. JEANNE: Ich liebe Dich. ROBERT: Er bleibt fassungslos. JEANNE: Ich habe nicht ganz gelogen. ROBERT: Nein? JEANNE: Nein. Alle Männer, die mich lieben, heißen Robert. ROBERT: Er stellt sich auf, plötzlich kalt im Gesicht. Nein. JEANNE: Nein? ROBERT: Nicht alle. Er verläßt den Raum. |
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