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als filmemacher ................................. |
als journalist ................................. |
als wissenschaftler ................................. |
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als bildermacher ................................. |
als mensch ................................. |
| der gute ton prolog im büro (2005) |
ist ihnen aufgefallen dass sie seltener zu spät kommen kann es sein dass sie in nächster zeit gekündigt werden und sie denken dass sie es noch im griff haben fast scheint es als hielten sie sich für den herrn der lage wie schade dass sie so wenig realistisch sind glauben sie es beeindruckt ihren henker wenn sie noch vor ihrer zeit auf dem schafott erscheinen dass er ihren kopf später rollen lässt oder sanfter vielleicht nur partiell so dass sie ihn später mit hilfe eines befreundeten arztes wieder ansetzen können glauben sie wirklich dass es sie beruflich überleben lässt wenn sie proportional zu ihrer wachsenden angst freundlicher werden zu dem mann der sie verhungern läßt sehen sie nicht dass man in ihrer gegenwart freundlicher lächelt aber seltener lacht ihr neues parfum das den chef betören soll kann den verwesungsgeruch doch nicht überdecken der sich auf all jene legt die ihre zukunft zu verlieren beginnen glauben sie dass es sie retten wird wenn sie noch weniger fehler machen als zuvor glauben sie denn dass sie mehr fehler machen als die blonden dinger mit den dicken titten die sich im vierteljahresturnus an ihrem schreibtisch vorbei in die chefetage koitieren sie tun mir leid nicht unbändig aber gerade in dem maße in dem sie sich selbst demontierten durch den umstand dass sie nicht augenblicklich gekündigt haben als man ihnen mit einem telefonanruf einen neuen aufgabenbereich übertrug sie haben ja klar gar kein problem gesagt als man ihnen auf diese weise die wertlosigkeit ihrer stelle demonstrierte statt sich zu wehren und auf ihre belastung hinzuweisen sie waren stets die nette kollegin wenn man für geschenke sammelte waren sie großzügig wenn man jemanden brauchte zum bäcker zu gehen sagten sie häufiger ja als andere als man sie bat ihren schreibtisch zu räumen waren sie traurig nach all den jahren dann haben sie den glasreiniger besorgt ihre spuren zu tilgen ihr neuer platz liegt nicht mehr so zentral er hat auch kein fenster mehr doch man kann die türe schließen das hat sie gefreut bis sie bemerkten dass sie der einzige sind der sie öffnet und schließt sie gehen gerne mit ihren kollegen essen am anfang hat man sich für sie interessiert man hat ihnen fragen gestellt zu ihrer familie zu ihrer letzten stelle zu ihrer weltanschaaung dann hat man sich an sie gewöhnt in dem gleichen maße in dem sie zu einem festen bestandsteil der firma geworden sind haben die fragen abgenommen und man hat sich wieder anderen themen zugewandt neuen kollegen oder habt ihr schon gehört was haltet ihr von es ist doch eine schande in letzter zeit beginnt man sie wieder zu fragen um ihre meinung um ihre pläne sie lächeln und sie freuen sich über die aufmerksamkeit mit der man sie frage um frage isoliert noch schreckt sie nichts denn sie hoffen auch als man ihre pflanze im urlaub plötzlich zu gießen vergißt dass sie es noch im griff haben fast scheint es als hielten sie sich für den herrn der lage wie schade dass sie so wenig realistisch sind |
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